„Welt-Aids-Tag 2011 – GET TO ZERO!
Statement der IFMSA zum Welt-Aids-Tag 2011
In diesem Jahr ist das Motto des Welt-Aids-Tages „get to zero“, d.h. „Kommt auf Null!“ - Keine neuen HIV-Infektionen, Keine Todesopfer infolge von AIDS, Keine Diskrimminierungen. Auf der ganzen Welt engagieren sich in diesen Tagen Medizinstudenten vor Ort, national und international um die Bedeutung des Welt-Aids-Tages zu unterstreichen. Zusammen haben sie Konferenzen, Vorlesungen, peer-education-trainings, Flashmobs, Partys und Konzerte organisiert, um auf HIV/AIDS aufmerksam zu machen und Wissen über die Problematik zu verbreiten. Tausende mit einem gemeinsamen Ziel: „Kommt auf Null!“Um die Aktivitäten auf internationaler Ebene zu vereinen, haben sie das IFMSA-Welt-Aids-Tag-2011 Video und IFMSA-Welt-Aids-Tag-2011 Poster (s.u.) erstellt, in/auf welchen Medizinstudenten aus 27 Nationen die Anzahl der HIV-Neuinfektionen in ihrem Land demonstrieren. Diese Studenten haben erkannt, dass Kontrolle über die Verbreitung den einzig wirklich effektiven Weg durch die HIV-AIDS-Epidemie darstellt: „Wir in der IFMSA haben uns dazu entschlossen, unsere Stimme zu erheben, um die Wichtigkeit von Null neuen HIV-Infektionen zu unterstreichen.
Überblick
30 Jahre HIV-Epidemie erlauben uns zu reflektieren, was bereits erreicht wurde und was noch getan werden muss. Bezug nehmend auf die UNAIDS Berichte von 2009 und 2010 ist die Zahl der AIDS-Todesopfer bei 1,8 Millionen konstant und scheinbar geringer als in den Jahren zuvor. Dies ist vor allem den Fortschritten in der medikamentösen Therapie zu verdanken. Trotzdem benötigen immer noch 10 Millionen Menschen ohne Zugang zu antiretroviralen Medikamenten eine adäquate Therapie. Neue Daten haben gezeigt, dass die HIV-Neuinfektionsrate gerade in Industrienationen mit gutem Zugang zu Therapieeinrichtungen steigt, v.a. In bestimmten Populationsgruppen, z.B. MSM. Im Vergleich von 2009 und 2010 sehen wir einen Anstieg von 2,7 Millionen auf 2,8 Millionen Neuinfektionen pro Jahr. Obwohl diese Zahlen geringer sind als die in den späten 1990ern, ist der Trend dennoch wieder ansteigend und es ist nun an der Zeit, dem entgegenzuwirken.Ziele der IFMSA
Wir in der IFMSA glauben, dass mit dem Wachstum der Therapiemöglichkeiten auch die Präventionsarbeit zunehmen muss. Neueste Ergebnisse, die zeigen, dass Therapie und Prävention das Risiko der HIV-Transmission um 96% senken können, sind ein deutlicher Lichtblick, dennoch wird es Jahre dauern, allen 10 Millionen Therapiebedürftigen eine adäquate Behandlung zukommen zu lassen. Es ist einleuchtend, dass erfolgreiche HIV-Prävention auf HIV/AIDS-Aufklärung basieren muss, die Sexualität, Gender, sexuelle Orientierung, Vorlieben und Unterschiede mit einbezieht. Wir glauben, dass dies der einzig effektive Weg ist, das Verhalten der Menschen hin zum Annehmen von safer-sex-Praktiken zu verändern, was einen dramatischen, signifikanten und sofortigen Abfall der HIV-Neuinfektionsrate zur Folge hätte.Wir glauben auch, dass junge Menschen in jeden Aspekt der Prävention mit einbezogen werden müssen. Dies wird vor allem vor dem Hintergrund deutlich, dass 42% aller HIV-Neuinfektionen zwischen dem 15. und dem 24. Lebensjahr auftreten. Wir glauben, dass dies ein Ziel ist, dass durch Aufklärung und Miteinbeziehen junger Menschen erreicht werden kann und muss.
Wir in der IFMSA, einer Nichtregierungsorganisation von jungen Menschen, sehen uns als Advokaten junger Menschen, derjenigen, die täglich mit HIV infiziert werden und derjenigen, die mit der alltäglichen Bedrohung einer HIV-Infektion leben. An diesem Welt-AIDS-Tag fordern wir alle Regierungen dieser Welt auf, in junge Menschen und den Kampf gegen HIV und AIDS zu investieren. Es ist (auch) für Ihre Zukunft.
Josko Mise
Direktor des Standing Committee on Reproductive Health including AIDS
Hier der Link zu den Internationalen Postern:
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