2010
„Welt-Aids-Tag 2010 – Das Kondom ist immer dabei!
In diesem Jahr wollten wir uns eine Kampagne für den Welt-Aids-Tag überlegen, die speziell in Schulen und Universitäten unser junges Publikum auf einer humorvollen, z.T. auch verspielten Art ansprechen sollte. Wir wollten uns von tristen Hiobsbotschaften entfernen und darauf hinweisen, dass es „cool“ ist, ein Kondom immer dabei zu haben. Wer Verantwortung trägt, trägt auch ein Kondom immer bei sich! Im Zuge unserer Welt-Aids-Tag Kampagne soll es zur Selbstverständlichkeit werden, eine Kondom bei sich zu tragen und in der entsprechenden Situation zu verwenden. In diesem Zusammenhang haben wir für unsere Lokalprojekte nicht nur viele hunderte Kondome für den Welt-Aids-Tag, sondern dazu auch mehrere hundert Kondomboxen-Schlüsselanhänger, organisiert – damit es noch leichter für jeden wird das Kondom immer bei sich zu haben! Wir hoffen damit, einen Teil dazu beizutragen, den steigenden Infektionszahlen von sexuell übertragbaren Infektionen (auch diejenigen außer HIV) entgegen zu wirken.
2009: Nachdem wir vor zwei Jahren rausgefunden haben wer eigentlich dieser AIDS ist und letztes Jahr die Nakten Fakten zu diesem Thema beleuchtet haben, wollen wir in diesem Jahr das Kondom in den Mittelpunkt der Welt-AIDS-Tag Kampagne stellen. Das Kondom gibt einem – in Anbetracht der steigenden Infektionszahlen von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) – die LIZENZ ZUM LIEBEN. Frei nach dem diesem Motto haben wir Situationen gewählt, um uns für die Benutzung von Kondome stark zu machen. Hierzu wurden drei Poster erstellt:
- FIRST think of AIDs – Für mehr Sicherheit im Verkehr! „Wer ein Kondom immer dabei hat, sieht es nur auf Sex ab!“ Immer noch ist dies die weit verbreitete Meinung, obwohl es doch eigentlich von Verantwortung zeugt ein Kondom immer parat zu haben! Zudem lässt sich ein Kondom vielfältig einsetzen, z.B. als Ersatz eines Keilriemens, da es extrem reißfest ist.
- Zigarette danach? Besser sicher in die zweite Runde! Rauchen kann auf lange Sicht gesehen auch eine Art sein sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, denn nach einer englisch-australischen Studie 2006 ("Study of Health and Relationship") führt das tägliche Qualmen zu Impotenz! Wer bis zu 20 Zigaretten am Tag raucht, hat ein 24 prozentiges Risiko impotent zu werden. Bei einer Schachtel oder mehr Zigaretten am Tag sind es schon 39 Prozent. Also liebe Männerwelt, greift lieber zum Kondom statt zum Glimmstängel! Dies ist doch die sichere Variante längerfristig Spaß im Bett zu haben und gesund zu bleiben.
- Schwanger? Und was wenn’s HIV wär…. In den meisten Köpfen ist nur das Risiko ungewollt schwanger zu werden verankert beim unverhüteten Sex. Aber kaum einer denkt daran, dass die Infektion mit HIV ebenfalls ein Risiko ist, welches man eingeht beim Sex ohne Kondom! Gegenwärtig werden in Deutschland jedes Jahr 7 bis 8 von 1000 15- bis 17-jährigen Frauen schwanger. Ein Drittel der jährlich etwa 700.000 Geburten sind nicht geplant. Die meisten Frauen verhüten mit der Pille und vergessen dabei, dass das Kondom das einzigste Verhütungsmittel ist, das vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten schützt!
2008: Der Welt-Aids-Tag 2008 stand unter dem Motto "Nackte Fakten" und wollte mit drei großen Irrtümern bezüglich HIV/AIDS aufräumen, zu denen es je ein Poster gab:
- HIV ist eine Krankheit der Dritte-Welt-Länder und der Schwulen und betrifft mich in Deutschland nicht!
- Ich sehe und merke doch, wenn ich krank bin und kann es auch anderen ansehen. Warum also ein Kondom?
- In Deutschland, stellt Diskriminierung und Stigmatisierung von HIV-Positiven kein Problem dar!
2007: Im Jahr 2007 stand die Organisation einer bundesweiten Aktion im Zeichen unserer Zielgruppe, der SchülerInnen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Wie in den Jahren zuvor sollten die Ideen nicht nur von Medizinstudierenden kommen, sondern vielmehr die junge Generation von morgen involvieren. Bundesweit wurde so ein Kreativwettbewerb ausgeschrieben, an dem mehr als 50 SchülerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Aufgabe war das Erstellen von Bilder oder Collagen zum Motto „Du, wer ist eigentlich dieser AIDS?“. Aus äußerst beeindruckenden eingesandten Beiträgen wurden drei Motive für die WAT-Plakate ausgewählt. Darüber hinaus wurden diese drei Werke zusammen mit weiteren zehn Bildern in einem Kalender für das Jahr 2008 zusammengefasst. Den Höhepunkt der gesamten Aktion bildete die Gewinnerprämierung durch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auf dem bvmd-Bundeskongress am 01.Dezember.
2006: Ein Jahr vorher wurden für alle Lokalprojekte zusammen 1.000 rote Regenschirme nach dem Motto „Verantwortung tragen – für dich und andere“ bedruckt und an Studierende in den jeweiligen Städten ausgegeben. Ergänzt wurde diese Aktion durch individuelle Ideen auf lokaler Ebene und Filmvorführungen eines Dokumentarfilms über die HIV/AIDS-Epidemie in der Ukraine des Berliner Regisseurs Karsten Hein mit dem Titel „Am Rande“ in verschiedenen Universitätsstädten.














